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Unterkünfte der Islandreise

Sonntag, August 30th, 2009

Jetzt folgt auch endlich der angekündigte Bericht über die Unterkünfte unseres Islandurlaubs.

Das Frühstück unterschied sich von Herberge zu Herberge nicht großartig. Es gab immer Toast und verschiedene Knäckebrote und machmal sogar Vollkornbrot. Schinken, Käse, Marmeladen und andere Brotaufstriche gab es neben Müsli, soweit ich mich erinnere, überall.

Andi hatte versucht, alle Ziele vorher mit GPS-Koordinaten zu versehen, damit wir uns nicht nur auf die vage gehaltenen Anschriften verlassen mussten. Damit haben wir das allermeiste gut gefunden.

Bina Gästehaus, Reykjavík: Ein kleines, weißes Mehrfamilienhaus in einer Wohngegend von Reykjavík. Die Wirtin war sehr freundlich und das Zimmer, in dem 3 dieser „Seniorenbetten“ mit erhöhter Liegefläche standen, war sauber und gemütlich. Diese Betten hatten wir fast überall und die hohe Sitzkante ist echt bequem – könnte ich mir auch gut für zu Hause vorstellen. Das kleine Badezimmer mit Dusche war auch sauber und gefrühstückt wurde in der Küche der Wirtin, wo wir bei einem Kaffee einen kleinen Plausch mit ihr halten konnten.

Fremde so privat zu erleben und in ihrer Küche zu frühstücken, war eine neue Erfahrung für mich und ich würde sonst ein „anonymes“ Hotel vorziehen, aber die Herzlichkeit unserer Wirtin hat mir das Gefühl genommen ein Eindringling zu sein. Nur ihr Mann hätte vielleicht gern etwas weniger Geschnatter um sich gehabt und hat sich schnell mit einer Zeitung in seinen Sessel verzogen ;-). Schade, dass wir die letzte Nacht nicht auch nochmal hier verbracht haben.
— Bugðulækur 1, Reykjavík — Island Tag 1 und 2

Bina Gästehaus

Bina Gästehaus

Ólavsvík Hotel, Ólavsvík: Das Hotel liegt an der Hauptstraße in Ólavsvík und ist von innen etwas heruntergekommen. Wie schon im Hauptartikel beschrieben, haben wir unter einer schlecht verputzten Dachschräge gewohnt. Sonst war es aber ok. Die Badezimmer gingen gerade noch, aber hier war ich froh, dass ich Flip Flops zum Duschen gekauft hatte. Das Personal an der Rezeption war rar und wir mussten beim Einchecken lange auf den gelangweilt wirkenden Mitarbeiter warten.

Links der Rezeption wurde am Morgen gefrühstückt – nichts spannendes, ein bisschen Obst, sonst alles sehr übersichtlich. Das Prinzip des Toasters will erstmal verstanden werden. Man dreht an der Uhr und betätigt dann den Hebel an der Frontseite, damit die Toasts runter in die glühenden Höllen gelassen werden. Da die benötigte Dauer so einer Röstung nicht abzuschätzen ist, empfiehlt es sich, hin und wieder mal den Bräunungsgrad zu kontrollieren.

Abends dient der Saal als Restaurant, aber es gab keine Karte, in die man vorab mal hätte reinschauen können und so willkommen fühlte ich mich auch nicht, so dass wir woanders aßen.
— Ólavsbraut 20, Ólavsvík —

Ólafsvík Hotel

Ólafsvík Hotel

Braunes Dach rechts

Braunes Dach rechts


Sveinbjarnargerði Hotel, bei Akureyri: Ein großes, etwas von der Straße zurück liegendes Anwesen. Die Rezeption in der schönen, großen Lobby war verlassen und es dauerte lange (mit Rufen und Suchen) bis aus einem der hinteren Gebäude ein junger Mann kam. Der war aber freundlich und gut gelaunt und gab uns ein Zimmer mit eigenem Bad. Freies WLAN gab es auch!

Das Zimmer war schön eingerichtet mit Fernsehen und einer „Terrassentür“ auf einen kleinen Holzweg, der auch ein anderes Zimmer mit der Terrasse vor der Lobby verband. Wir hatten einen traumhaften Blick auf den Fjord und genossen den „Luxus“ sehr.

Frühstück gab es in einem großen Saal hinter der Lobby und wir trugen uns noch ins Gästebuch ein bevor es weiter ging.
— Gegenüber von Akureyri auf der anderen Fjordseite, ein Stück weiter auf der 1 nach Norden — Island Tag 3 und 4

Sveinbjarnargerði

Sveinbjarnargerði

Sveinbjarnargerði

Sveinbjarnargerði

Lobby Sveinbjarnargerði

Lobby Sveinbjarnargerði

Lobby Sveinbjarnargerði

Lobby Sveinbjarnargerði


Edda Stórutjarnir Hotel, beim Mývatn: Die Edda Hotels, in denen wir gewohnt haben, waren alle in Schulen/Internaten oder anderen Bildungseinrichtungen untergebracht. In den Fluren und Aufenthaltsräumen hängen teilweise Fotos von den Absolventen vergangener Jahre man fühlt sich durch die Einrichtung wie in einem Landschulheim.

Die tatsächliche Lage der Edda Hotels muss nicht unbedingt mit der angegebenen Adresse übereinstimmen. Dieses war auf unserer Liste mit der Anschrift „in der Nähe von Mývatn“ gekennzeichnet und befand sich letztlich am See Ljósavatn in der Nähe des Goðafoss.

Die Zimmer und Bäder waren sauber, und es hat auch trotz der vielen Leute nicht lange gedauert, bis man eine freie Dusche erwischt hat. Beim Frühstück gab es u. a. auch Quark (wahrscheinlich die isländische Variante Styr), den man noch mit Fruchtmus und Müsli verfeinern konnte.
— An der 1 bei Stórutjarnir am See nahe Godafoss — Island Tag 5 und 6

Edda Stórutjarnir Hotel

Edda Stórutjarnir Hotel

Edda Stórutjarnir Hotel

Edda Stórutjarnir Hotel


Eyvindará II Gästehaus bei Egilsstaðir: Hier wohnten wir in einem Cottage, einer gemütlichen kleinen Holzhütte mit eigenem Bad und kleiner Kochzeile. Weil es eh den Tag über kalt und regnerisch war und die Hütte nicht so gut isoliert war, heizten wir sogar.

Frühstück gab es im Haupthaus, wo auch ein WLAN verfügbar war. Die Wirtsfamilie war freundlich und führte mit vielen Gästen Gespräche. Mir ist morgens eher nicht zum Quatschen zumute und wir machten uns gleich nach dem Frühstück (und nachdem Andi das Internet verbraucht hatte ;-)) wieder auf den Weg.
— Wir sind ein bisschen rumgekurvt und haben es mit GPS-Hilfe gut gefunden. —

Eyvindará Gästehaus

Eyvindará Gästehaus

Eyvindará innen

Eyvindará innen


Hali Gästehaus, Breiðabólstaður: Ein Hof an der Ringstraße mit Blick auf die Gletscher des Vatnajökull. Die Gästehäuser sehen noch recht neu aus und auch das Mobiliar macht einen gepflegten und gemütlichen Eindruck. Die Rezeption befindet sich gleich im ersten Gebäude rechts auf dem Hof, wo auch der Frühstücksraum und eine Art Touristeninformation und Ausstellungsraum ist. Alles war sauber und ich konnte in dieser tollen Landschaft mit den grünen Wiesen vor den schneebedeckten Bergen gut entspannen.
— Kurz hinter Gerdi, direkt an der 1 — Island Tag 7 und 8

Hali Gästehaus

Hali Gästehaus

Hali innen I

Hali innen I

Hali innen II

Hali innen II


Geirland, Kirkjubæjarklaustur: Es ist ein großer Hof mit mehreren (teils neuen) Gästehäusern, der ein bisschen zurückgesetzt an einer Schotterpiste liegt. Auf den Wiesen ringsrum stehen Islandponys, von denen zumindest eins früh am Morgen sehr eindringlich anfing zu wiehern und mich nicht mehr schlafen ließ. Leider waren die Ponys nur für den Privatgebrauch der Familie und meinen Ausritt musste ich verschieben. Dafür hatten sie zwei flauschige Hunde1, die sich gern streicheln ließen und alle freundlich begrüßten.

Im Haupthaus, wo es auch Frühstück gibt, aßen wir abends lecker Lamm und Pasta. Der große Saal ist hell und offen und erinnert ein bisschen an eine umgebaute Scheune. Die Mitarbeiter waren freundlich, aber das beste waren die Waffeln am Morgen! Mjammi, lecker! Außerdem waren zu der Zeit sowohl ein Filmteam als auch eine „Rocker-Bande“ (alte Herren auf Motorrädern ;-)) zu Gast und sorgten so für ein wenig Abwechselung.
— Wahrscheinlich sind wir auf die Straße 202 abgebogen, um dort hin zu kommen —

Geirland

Geirland


Edda Skógar Hotel, (Hvolsvöllur): Die Ortsangabe steht in Klammern, weil das Hotel ganz und gar nicht in dem Ort Hvolsvöllur liegt, sondern direkt am 40 km entfernten Skógarfoss. Der Wasserfall liegt wohl im „Landkreis“ Hvolsvöllur, weshalb es dauernd zu Verwechselungen kommt2. Das Hotel ist wieder eine Schule und unterscheidet sich nicht wesentlich von dem vorangegangenen Edda Hotel. Leider hab ich kein Foto von diesem.

Im Aufenthaltsraum hängt ein großer Rahmen mit allen Schülern aus dem Jahr 1968 – schon lustig. Sonst gibt es von diesem Hotel nicht viel zu berichten. Das Frühstück findet im Speisesaal im Keller statt und die Angestellten waren ganz nett.
— Liegt genau zwischen Skógarfoss und dem Museum Skógarsafn — Island Tag 9 und 10

Edda ML Laugarvatn Hotel, Laugarvatn: Komischer Weise hab ich von diesem Zimmer auch keine Fotos, obwohl wir hier zwei Nächte waren. Aber es war auch nichts spektakuläres zu sehen. Das 2-Bett-Zimmer im Internatsstil war wie die voran gegangenen. Es hatte zwei Schränke, zwei Schreibtische und zwei (dies Mal direkt nebeneinander stehende) Betten und ein Waschbecken. Das Gebäude ist vielleicht eine Schule für Seeleute oder irgendeiner Zunft oder Loge, jedenfalls war draußen ein Schild angebracht, das diesen Schluss zu ließ und die Leute auf den Bildern hatten oft blau-weiße Klamotten an. Falls jemand weiß, was das ML im Namen bedeutet, erleuchte mich mal ;-).

In Laugarvatn gibt es zwei Edda Hotels, das mit ML und eins mit Íkí. Zumindest ersteres besteht aus mehreren Gebäuden. Im Haupthaus mit Rezeption nimmt man auch das Frühstück und auf Wunsch auch das Abendessen ein. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Wir hatten Lamm am ersten Abend, das wirklich lecker war, aber für meinen Geschmack etwas viel Schlunschen dran hatte.
— Der Komplex liegt linker Hand an der Straße 37 nach Westen, kurz vor dem Abzweig der 365 — Island Tag 11 und 12

Hafnarfjörður Hotel, Hafnarfjörður: Ein echt schönes Zimmer mit großer Küchenzeile, großem Wannenbad, zwei Ledersesseln und Fernsehn. Wir hatten einen schönen Ausblick über die Stadt und genossen den Luxus für die letzten zwei Nächte sehr.

Gefrühstückt wurde in einem recht kleinen Raum im Keller mit erschreckend vielen Deutschen. Das Personal, gerade auch die Rezeptionistin, war sehr freundlich. Ein toller Abschluss für eine tolle Reise.
— Reykjavíkurvegur 72, groß und rot in Hafnarfjörður — Island Tag 13 bis 15

Hafnarfjörður Hotel

Hafnarfjörður Hotel

Hafnarfjörður Hotel

Hafnarfjörður Hotel

Hafnarfjörður Hotel

Hafnarfjörður Hotel


  1. wahrscheinlich Bordercollies []
  2. komisch, dass das alle wissen und niemand mal die Reiseinfos anpasst! []