24Dez

USA/Canada Tag 15 – Gorge Trail, Ithaca, Buttermilk Falls

15.09.2013
Heute hat Kaddi mal etwas länger geschlafen, muss ja auch mal sein im Urlaub. Dann besuchten wir zunächst mal den Diner nebenan. Dort war es proppe voll und wir mussten kurz warten bis unsere Nische frei wurde. Und dann hatten wir so richtiges amerikanisches Frühstück, mit Kaffee immer nachgefüllt kriegen und Pancakes für Kaddi und Spiegeleier für Andi. Das war toll.

Dann ging’s runter am Seneca Lake, wo wir hofften einen von 300 weißen Hirschen zu sehen, die da auf einer ehemaligen Militärbasis leben. War aber gar keiner zu sehen. Also guckten wir nur kurz auf den See und fuhren weiter.

An einer Rangerstation hielten wir, um uns über die verschiedenen Wanderwege zu informieren. Es gab ein paar Wanderkarten und ein älteres Ehepaar vor der Station gab uns noch ein paar Tipps. Nicht, dass wir gefragt hätten.

Wir entschieden uns für den Gorge Trail, wo wir über eine Schotterpiste hinfuhren. Der trail hatte nicht wirklich eine Schlucht, führte aber an einem niedlichen Bach entlang und der Wald drum rum war toll. Gleich am Anfang sahen wir ein paar Streifenhörnchen rumflitzen und später sahen wir ganz viele kleine, orange Salamander.

Nach der Wanderung machten wir uns auf nach Ithaca. Erst spazierten wir durch die Innenstadt, dann kehrten wir in einem urig-gemütlich eingerichteten Café ein. Unsere Bestellung wurde von einer Oma in Empfang genommen, auf einem Zettel notiert, an einer Wäscheklammer befestigt und mit Schwung an einer Leine Richtung Küche geschickt. Wir aßen super leckere Wraps mit Truthahn bzw. BBQ chicken und hinterher teilten wir uns noch einen Himbeer Smoothy.

Da es morgen vermutlich wieder regnen soll, entschieden wir uns heute noch einen weiteren Trail zu wandern. Diesmal im Buttermilk State Park. Entlang der Buttermilk Wasserfälle ging’s nach oben und auf der anderen Seite wieder zurück. Die Gegend dort besteht aus lauter Steinschichten durch die sich das Wasser gefressen hat und zwischendrin immer wieder Pools gebildet hat. Toll. Sehr lauschig.

Dann fuhren wir erstmal zu unserem Motel, das wieder ebenerdig mit Parken davor war. Sogar Frühstück ist im Preis mit drin, der „Frühstücksraum“ hat aber momentan nicht mal Stühle, wir ahnen Furchtbares ;-).

Nach etwas Fernsehen, überkam uns dann doch nochmal Hunger und wir fuhren nochmal in die Innenstadt zum Essen. Die Wahl fiel auf einen Inder, der zwar nicht sehr gemütlich, aber dafür sehr lecker war. Auf dem Rückweg verfuhren wir uns natürlich, weil im Dunkeln dann doch alles anders aussieht, aber Google Maps rettete uns mal wieder.

21Dez

USA/Canada Tag 14 – Niagara Fälle, Finger Lakes

14.09.2013
Kaddi war schon ganz aufgeregt und konnte es kaum erwarten wieder zu den Wasserfällen zu kommen, aber Andi musste erstmal die Kaffeemaschine ausprobieren. Da kam so ein Senseo-ähnliches Kaffeepad rein, aber die Maschine war viel kleiner und fasste nur Wasser für eine Tasse. Außerdem arbeitete sie offenbar ohne Druck, so dass es keine Crema gab, sondern eher stinknormalen Filterkaffee. Andi fand’s gut, Kaddi wollte aber lieber keinen Kaffee, sondern endlich los.

So wie von Kaddi bestellt, schien heute die Sonne und nur der Wind war noch etwas eisig. Wir liefen runter, um die Fälle zum ersten Mal bei Tageslicht zu sehen und vor allem, um uns bei der Maid of the Mist anzustellen – der Bootstour zu den Fällen.

Wir waren ca. 20 Minuten vor dem ersten Boot da und konnten dann dieses auch gleich nehmen. Natürlich nach dem Einkleiden in die obligatorischen blauen Plastiküberzieher, die jeder ausgehändigt bekommt und die einen wenigstens etwas vor der Nässe schützen sollen. Eigentlich wollten wir noch unsere Regenhosen anziehen, aber das haben wir dann doch gelassen.

Die Bootsfahrt ist toll. Man kommt ziemlich dicht an beide Fälle ran, kann trotz der vielen Leute an Bord gut sehen und wird natürlich trotz Regenfolie nass :-D. Uns hat’s jedenfalls Spaß gemacht.

Im Anschluss wanderten wir noch mal am Ufer hoch und runter, bevor wir uns eine Kleinigkeit zum Frühstück und bei Tim Horton’s holten. Dann ging’s zurück zum Hotel, wo wir unser Auto stehen hatten.

Mit dem fuhren wir dann über die Rainbowbridge zurück in die U. S. of A. Natürlich an Murphy’s Warteschlange. Alle anderen kamen relativ schnell durch die Grenzkontrolle, nur wo wir anstanden ging’s im Schneckentempo. Aber irgendwann waren wir durch und Andi musste sich wieder an Geschwindigkeiten in Mph gewöhnen.

Kurz hinter Buffalo hielten wir erstmal am Strand. Der gehörte zum Erie-See. Zum Baden war’s zwar zu kalt, aber Kaddi musste natürlich die Füße rein halten. Ausserdem gab’s wieder ein paar Geier zu fotografieren – leider keine Adler.

Von Buffalo nahmen wir den Highway durch Upstate New York. Aber erst kauften wir noch Wasser und Taschentuch-Nachschub und hatten lecker Burger bei Applebee’s – unsere favorite food chain, die wir in Kanada schmerzlich vermisst haben.

In der Fingerlakes Region kehrten wir schließlich in ein richtiges klassisches Motel ein. Mit ebenerdigen Zimmern und Parken direkt davor. Den Diner nebenan werden wir wohl morgen zum Frühstück ausprobieren.

16Dez

USA/Canada Tag 13 – Toronto, Niagara on the Lake, Niagara Fälle

13.09.2013
Das Frühstück wurde in der Motelbeschreibung als Deluxe-Frühstück angepriesen und in der Tat war es das beste, das wir bisher hatten (abgesehen natürlich von dem im B&B – das war unschlagbar!). Es war eine gute Entscheidung, dem booking.com Review Score zu vertrauen.

Lecker versorgt ging’s los in die Innenstadt von Toronto. Anders als in Boston war es nicht schwierig ein Parkhaus zu finden, mit $17 pro Tag auch nicht unbedingt billig, aber im Vergleich zu was wir schon gesehen haben immer noch okay.

Als wir aus dem Parkhaus raus waren, der erste Schock: es war bitterkalt. Maximal 13°C sollte es heute werden. Wir liefen erstmal etwas ziellos durch die Häuserschluchten und suchten dann Zuflucht in einem Starbucks in einem Buchladen, um die Besichtigung etwas mehr zu planen. Kaddi hatte nicht so richtig Lust auf Museen und so entschieden wir uns für die größte Sehenswürdigkeit – den CN Tower.

Der Preis war ein ziemlicher Hammer, aber entschieden ist entschieden und außerdem ist ja auch Urlaub. Nachdem wir durch einen seltsamen Security Scanner gegangen waren (der wohl nach Sprengstoff sucht) ging’s in 55s im Fahrstuhl nach oben. Mit Fenster nach draußen und im Fußboden.

Oben hat man einen fantastischen Blick über die Stadt und kann den Flugzeugen beim Starten auf dem nahe liegenden Flughafen zugucken. Aber das spannendste war der Glasfußboden. Es kostet extrem viel Überwindung auf das Glas zu gehen, wenn es darunter 500 m nach unten geht. Sehr, sehr gruselig.

Nach dem Turm wanderten wir am Eisenbahnmuseum vorbei zur Waterfront und wieder zurück, vorbei an der Unionstation durch Downtown. Dann hatten wir keine Lust mehr und fuhren los Richtung Niagara Falls.

Naja, wir versuchten es. Der Verkehr ging anfangs wegen Feierabendverkehr nur schleppend voran. Wenigstens konnten wir, weil zu zweit im Auto, die Car-Pool-Lane verwenden.

Wir machten wieder eine Pause zum WLAN schnorren und hatten ziemlich leckere Pommes mit Hühnchen bzw. Schweinefleisch und Soße mit Cheese Curds. So eine Art deluxe Poutine. Über’s WLAN buchten wir unser Hotel in Niagara Falls und fuhren erstmal weiter nach Niagara-on-the-Lake.

Das ist ein niedliches kleines Städtchen für die Schönen oder vor allem Reichen, mit eigenem Golf Club direkt am Lake Ontario. Wir spazierten zum Lake, der wirklich, wirklich groß ist. Wenn man’s nicht besser wüsste, man könnte denken man ist am Meer. Sogar Wellen gab’s.

An der Hauptstraße waren viele kleine Läden mit Sachen zum Angucken. Wir waren in einem Christmas Store und probierten Hüte auf in einem Hutladen. Und wir kauften einen mit Schokolade überzogenen Apfel.

Bald darauf waren wir in Niagara Falls, das schon ein wenig nach Las Vegas aussieht. Unser Hotel war in Laufreichweite zu den Fällen und super schick. Wir packten unser Zeug aus, schnappten die Kamera und wanderten runter zum Wasser.

Beide, die American und die Horseshoe Falls waren super zu sehen und wirklich beeindruckend. Wir schossen einige Langzeitaufnahmen bevor die Beleuchtung der Fälle eingeschaltet wurde und machten danach auch noch einige (Tausend). Vom Hotelzimmer konnten wir dann auch noch ein tolles Feuerwerk ansehen.