05Jan

USA/Canada Tag 18 – Assateague State Park, Ocean City, Rehoboth

18.09.2013
Mal wieder Motelfrühstück. Albern wie immer, aber so isses. Kaddi hatte immerhin eine frische Waffel und Andi Ei-Dings mit Speck und Käse.

Theoretisch hätten wir einfach hoch nach Philadelphia brettern können und das angucken. Aber Andi hatte keine Lust auf Stadt und wollte lieber noch etwas Natur. Also fuhren wir bis ganz in den Osten Washingtons, wo eine ganz schmale Insel vor einer Insel liegt und State Park (der Assateague State Park, um genau zu sein) ist. Da sollte Strand sein und Tiere. Vor allem sollte es dort freilaufende, wilde Ponies geben.

Als wir nach einiger Fahrerei auf dem Parkplatz ankamen, waren die Ponies schon da. Mitten auf dem Parkplatz standen sie rum und taten was Ponies so machen: poppen und kacken :-). Wir machten dann noch eine Strandwanderung und genossen die Sonne bevor’s weiter ging.

In Ocean City (Delaware) gab’s nochmal lecker Honey Sirloin bei Applebee’s. Und wir fuhren weiter an der Küste entlang, wo sich ein Hotel ans andere reihte. Sah ein bisschen aus wie in Spanien, aber war immer wieder auch ganz hübsch zwischen drin.

In Rehoboth hielten wir und machten erstmal ein Nickerchen im Auto und holten uns anschließend einen Kaffee und Donut bei Dunkin Donuts. Wir saßen eine ganze Weile an der Strandpromenade und guckten auf’s Meer. Hach, war das schön!

Aber wir fuhren trotzdem noch etwas weiter. Wir wollten wenigstens noch an Philly vorbei. Unterwegs suchten wir wieder eine Unterkunft via booking.com – nichts besonderes, aber dafür vergleichsweise günstig.

Nach dem Check in fuhren wir nochmal los, was zu essen jagen und landeten bei einem „Italiener“, bei dem wir dann aber Burger aßen. Schade, dass die gar nicht mal so gut waren.

04Jan

USA/Canada Tag 17 – Baltimore, Washington

17.09.2013
Wir überlebten die achtgefährlichste Stadt der USA und damit das so bleibt wollten wir auch wieder weg. Wir machten uns noch einen Kaffee auf dem Zimmer und latschten rüber zum Parkhaus.

Beim Einsteigen fand Andi einen Zettel an seiner Tür. Jemand war uns hinten rein gefahren und hatte seine Telefonnummer hinterlassen. Tatsache – da war ’ne dicke Delle in der Stoßstange. Scheiße. Nach etwas hin und her entschieden wir, dass wir absolut keinen Bock auf den Hassle hatten und das einfach ignorieren wollten. Unser Ausschluss der Selbstbeteiligung würde das schon übernehmen.

Beim Rausfahren aus dem Parkhaus übersah Andi einen Bordstein und setze mit lautem Bums mit dem Bodenblech auf. Zum Glück ging nichts kaputt und zu sehen ist auch nichts.

Etwas angespannt fuhren wir endlich los. Doof nur, dass bei unserem Kartenmaterial Washington D.C. fehlte und wir nicht Hundert Prozent wussten, wo wir lang mussten. Dazu kam, dass heute offenbar alle wie Idioten fuhren und die Straßen zu allem Überfluss auch noch voller Staus waren. Ganz beschissener Start in den Tag. Mit Google Maps fanden wir dann doch noch nach D.C. und ein (teures) Parkhaus in der Innenstadt.

Erstmal was Essen und aufs Klo. Dann brauchten wir noch einen Reiseführer und Google Maps führte uns zu Barnes and Noble. Dann waren wir endlich bereit für Washington und unsere Laune wieder besser. Noch dazu, wo die Sonne so schön schien und Kaddi endlich ihren Rock wieder tragen konnte.

Und so wanderten wir zunächst am weißen Haus vorbei, rüber zum Washington Monument (der große weiße Obelisk), der leider komplett eingerüstet war, zum World War II Monument, das Andi am beeindruckendsten fand. Dahinter liegt der Pond aus Forrest Gump (wo Kaddi nicht drin rum laufen wollte wegen Schlickschlupf) und dahinter das Lincoln Memorial. Von dessen Stufen hatte man einen tollen Blick, den wir eine Weile genossen bevor wir weiter zogen.

Das Vietnam War Memorial (inklusive Frauenversion) und das Korea War Memorial waren als nächstes dran. Dann ging’s via Dr. Martin Luther King Jr. Memorial Richtung Aerospace Museum.

Aber vorher verleibten wir uns noch Burger von McDonalds ein. Das war etwas witzig, weil der McDonalds nur so ein Wagen draußen war. Schmeckte aber wie immer und man konnte Boing Boings und Mäuschen im Gebüsch beobachten beim Essen.

Dann ging’s ins Museum (übrigens mit freiem Eintritt) und das war wirklich cool. Wir hatten leider nur 1,5 Stunden bis zur Schließung, aber man hätte sicher locker einen Tag dort verbringen können – nicht, dass wir dafür noch die Latsche gehabt hätten. Aber wir guckten trotzdem all die Flugzeuge (unter anderem die Atlatik-Überquerer von Lindbergh und Amelia Earhard), die Mondlandefähre und diverse Raketen an. Wirklich ein richtig tolles Museum!

Zum Schluss warfen wir noch einen Blick auf’s Kapitol und machten uns wieder auf den Weg zum Auto. Schade, dass der Verkehr am Morgen uns etwas die Zeit gestohlen hat, aber gut dass wir Washington noch gesehen haben.

Unsere Unterkunft fanden wir in Annapolis ca. 40 km östlich von Washington, von wo wir morgen den Rückweg Richtung New York antreten werden.

03Jan

USA/Canada Tag 16 – Pennsylvania, Steam Town, Centralia, Baltimore

16.09.2013
Das Frühstück war wie erwartet nicht der Rede wert. Wir schnappten uns einen Kaffee und einen abgepackten Muffin und fuhren los. Die Landschaft war richtig toll anzusehen und über den Wäldern stieg Nebel auf und auch etwas Herbstlaubfärbung war zu sehen.

Wir hatten gestern abend entschieden, die restliche Zeit zu nutzen und noch Washington DC mitzunehmen. Das bedeutete relativ viel Fahrerei für heute. Quer durch Pennsylvania nach Maryland.

Unterwegs kamen wir an einem Schild nach Steam Town vorbei. Wir wussten nicht, was es war, aber es klang cool, also bogen wir ab. Es stellte sich als Eisenbahnmuseum heraus. Mit jeder Menge Dampfloks. Das coolest war, dass eine richtige Lok im Querschnitt zu sehen war, so dass man das Innere ansehen konnte.

Auf der Weiterfahrt machten wir paar kleinere Pausen, u. a. zum Tanken und Pinkeln und natürlich auch zum Essen. Diesmal bei Wendy’s – kann man machen, muß man aber nicht.

Unterwegs entdeckten wir im Atlas Obscura, dass Centralia quasi auf dem Weg liegt. Davon hatte Andi schon gehört und wollte das gerne selbst sehen. Kurz vorher gab es auch noch eine Kohlemine, die man besichtigen können sollte. Als wir da ankamen war die letzte Tour aber leider schon durch.

Bei Centralia brennt seit über 50 Jahren eine unterirdische Kohlemine und die gesamte Stadt wurde evakuiert und abgerissen. Klingt cool, war aber leider völlig unspektakulär. Von der ehemaligen Stadt ist nix mehr übrig außer den Straßen und die brennende Kohlemine war nirgends zu sehen. Wir hatten mindestens irgendwo eine Rauchsäule oder irgendwas ähnliches erwartet. Da sich das eigentliche „Spektakel“ nicht lokalisieren ließ, schlichen wir nach kurzer, erfolgloser Suche durch den Wald zurück zum Auto. Schade.

Wir machten uns wieder auf den Weg über den Highway. Etappenziel war Baltimore. Andi suchte uns während der Fahrt schon mal ein Hotel und stellte erfreut fest, dass uns die Booking.com-Buchungen der letzten Tage ein Status upgrade eingebracht hatten. So bekamen wir relativ günstig ein Zimmer in Downtown.

Das Hotel war ziemlich alt, aber auch ziemlich nobel. Ein ehemaliges Radisson Hotel, das wohl gerade wieder zurück gekauft wurde und nun Schrittweise modernisiert wird. Das und einiges mehr erfuhren wir von einer sehr mitteilungsfreudigen Angestellten, die free drinks, crackers und cheese im 17. Stock ausgab. Davon hatten wir nur zufällig erfahren als wir bei der Ankunft aus Versehen ein Stockwerk zu weit mit dem Aufzug fuhren.

Nach Bier und Crackern wanderten wir noch runter zum Hafen und kehrten bei Bubba Gump ein, um Shrimps zu essen. Auch das war ein Erlebnis. Am Eingang wurden wir von der ersten Angestellten begrüßt, die uns an die nächste gut 7 m weiter reichte. Die hieß Snowwhite und kam aus Serbien. Naja, warscheinlich hatte sie einen Namen, den ihre amerikanischen Kollegen nicht aussprechen konnten. Sie warnte uns noch, dass Baltimore außerhalb Downtown nicht sehr sicher sei, bevor sie uns an unsere Kellnerin weiter reichte.

Auch die war äußerst mitteillungsbedürftig und hielt es für nötig, uns mit einem Forrest Gump Quiz zu unterhalten. Noch bevor das Essen kam gab es einen riesen Knall. Die Druckwelle ließ die Hosenbeine flattern. Gleich zwei Kellner beeilten sich uns zu erklären, dass das Segelschiff im Hafen hin und wieder eine Kanonen abfeuert. Verrückte Stadt mit verrückten Menschen, aber nicht ohne Charme.