Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Sonnenbrille

Samstag, Juni 14th, 2014

Vor unserem Urlaub habe ich mir noch „schnell“ (es hat über 2 Wochen gedauert) eine Sonnenbrille mit Sehstärke machen lassen – meine erste:

Das war gar nicht so einfach, denn meine bisherige Sonnenbrille war schwer zu toppen. Sie lag sehr dicht am Gesicht an, hatte gebogene, polarisierte Gläser und breite Bügel, die das seitlich einfallende Licht abhielten.

Bei drei Besuchen bei verschiedenen Optikern wurde schnell klar, dass gebogene Gläser mit Stärke ausfallen – das kann keiner bezahlen. Brillen mit breiten Bügeln warten ebenfalls schwer zu finden, da offenbar aus der Mode. Polarisation und Härtung schlagen je nach Optiker unterschiedlich hoch zu Buche.

Auf die Polarisation wollte ich nicht verzichten und lag dann mit Gestell bei 159 €. Weil ich großes Talent besitze, meine Sonnenbrille fallen zu lassen (und zwar so, dass man sie nicht mehr aufheben kann), habe ich mir gleich ein Bändchen dran machen lassen.

Den ersten Urlaub im Dauereinsatz hat sie jetzt überstanden und ich bin ganz zufrieden – auch wenn ich sie immer noch ein bisschen heinomäßig finde.

Dies war übrigens der erste Beitrag per WordPress-App. Das Foto meiner bisherigen Sonnenbrille reiche ich nach.

USA/Canada Tag 12 – Alonquin National Park, Elche

Sonntag, Dezember 15th, 2013

12.09.2013
Heute ist ein guter Tag für TL;DR Freunde, das beste kommt ziemlich am Anfang. Aber zuerst war erstmal aufstehen dran. Das wollten wir heute besonders früh, um noch Tiere zu erwischen. Es verzögerte sich dann aber doch etwas wegen müde und wir waren erst kurz vor 8 on the road. Frühstück gab’s im Motel sowieso nicht, so dass uns das nicht aufhielt.

Unsere Park permit kauften wir am Automaten am Eastgate und fuhren los. Am Brewers Lake machten wir einen ersten Halt und sahen unser erstes Tier: einen Bieber, der quer über’s Gewässer schwamm. Toll :-)

Weiter ging’s bis Andi meinte, „Warum stehen die da alle? Fahr mal langsam“, und tatsächlich da waren sie. Drei echte, wilde, freilaufende Elche. Ein Männchen mit Geweih war auch dabei, dazu Mama und Kalb. In Kamerazoomreichweichte und auch mit bloßem Auge gut zu erkennen. Wir hielten und gesellten uns mit unserer Kamera zu den anderen Schaulustigen. Super! Wir bestaunten die riesigen Tiere, die sich überhaupt nicht stören ließen, machten ein paar Photos und fuhren glücklich weiter.

Am Beaver Pond Trail war unser nächster Halt und die erste Wanderung. Es war immer noch sehr diesig, aber bereits sehr schwül – wenigstens regnete es nicht. Tiere (außer Insekten, Nussmäuschen, Vögeln und einem Frosch) ließen sich aber nicht blicken. Dafür war die Landschaft echt toll. Mit einem echten, richtig fetten Bieberdamm, vielleicht 25 m lang und bestimmt 1,20 m hoch. Sehr beeindruckend!

Nächster Stopp: Visitor Center. Dort frühstückten wir und nahmen den obligatorischen Morgenkaffee zu uns. Außerdem guckten wir noch die Ausstellung an.

Eine weitere Wanderung mit toller Landschaft, aber ohne bemerkenswerte Tiere unternahmen wir am Lookout Trail.

Ab dann bestand der Tag eigentlich nur noch aus Autofahren. Mit einem kleinen Nickerchen an einem See, einem Tankstop und einer Pizzaslice zwischendurch.

Eigentlich wollten wir noch das Rock’n’Roll Museum bei Peterborough besuchen, das hatte aber leider zu. Und die Petroglyphen (uralte Felsritzungen) lagen uns dann doch zu weit ab von unserer Route. Stattdessen machten wir uns auf den Weg Richtung Toronto. Bei einem McDonald’s schnorrten wir WLAN und suchten ein Motel in der Nähe des Flughafens raus und schrubbten noch die restlichen 100 km runter.

Kanada ist ganz schön weitläufig und meist darf man nur 80km/h fahren – das nervt schon etwas. Die Straßen wären gut genug für mehr.

Naja, morgen ist erstmal wieder Zivilisation angucken.

Irland Tag 13 und 14

Dienstag, Juli 6th, 2010

Donnerstag, 03.06. (Tag 13)
An der Ostküste der Ards Halbinsel fuhren wir wieder Richtung Belfast. Auf einer der schmalen Straßen mussten wir ganz links ran fahren, um dem Gegenverkehr Platz zu machen. Ein Hund lag dort in der Einfahrt und sprang auf, als wir wieder anfahren wollten. Der hat uns doch tatsächlich vorne und hinten in den Kotflügel gebissen! Es waren zwar keine Schäden zu sehen, aber das war schon ein Erlebnis… wir sind doch kein Schaf!

Zurück in Belfast suchten wir zunächst mal die Touristeninfo. Die Informationen zur Black Taxi Tour überzeugten uns aber nicht, so dass wir uns für eine ganz normale Sightseeing Bustour entschieden. Direkt an einem der großen roten Busse kauften wir Tickets (21 Pfund) für eine Hop on – Hop off Tour, die uns neben allen anderen Sehenswürdigkeiten auch zur Shankill Road (protestantisch/pro britisch) und zur Falls Road (katholisch/pro irisch) bringen sollten. Das Hop on – Hop off war leider abgeschaltet (was wir zu dem Zeitpunkt nicht wussten), so dass wir alle Fotos aus dem fahrenden Bus machen mussten.

Dennoch war es sehr beeindruckend1. Ein Live-Kommentator erzählte uns Geschichten über die einzelnen Gegenden, durch die wir fuhren. Er zeigte uns die Wandbilder (Murals) und die großen Tore und riesigen Zäune (die Peace walls), die die ehemals verfeindeten Gruppen von einander trennen. Seit Beginn des Friedensprozesses wird die Lage wohl immer entspannter, dennoch werden die Tore am Abend und teilweise an den Wochenenden immer noch geschlossen. Hätte man früher als Fremder diese Viertel betreten, hätte man sein Leben in Gefahr gebracht. Heute seien Touristen willkommen und nicht nur der Kommentator freue sich über den fortschreitenden Friedensprozess. Die besten Beispiele dafür seien auch die großen Glasbauten, die zu Zeiten der Troubles keine Woche gestanden hätten. Es gibt wohl auch geführte Fußgänger-Touren, aber man warnte uns, dass die wohl durchaus auch schon mal 4 Stunden dauern könnten ;-).

Es war zwar sehr schade, dass wir nicht aussteigen konnten, aber dennoch hat es sich gelohnt. Jetzt konnten wir Belfast verlassen. Über Downpatrick, Strangford (das gegenüber von Portaferry liegt) und Ardglass fuhren wir auf der Scenic Route nach Newcastle, wo wir einen kurzen Spaziergang unternahmen. Kurz hinter Newry passierten wir wieder die Grenze, nur erkennbar daran, dass wieder „km/h“ auf den Geschwindigkeitsschildern steht.

In Carlingfort suchten wir uns unsere Unterkunft für die Nacht. Im Shalom B & B (70 Euro) wurden wir von einem der Söhne der Wirtin herzlich in Empfang genommen und bekamen ein sehr schönes, großes Zimmer. Ein Abendspaziergang durch den lauschigen Ort rundete den Tag ab.

Freitag, 04.06. (Tag 14)
Nach dem Frühstück mit traumhafter Aussicht, führten uns die Küstenstraße und später die Autobahn M1 zunächst nach Monasterboice (nördl. von Drogheda), einem Kloster aus dem 5. Jahrhundert. Ein Rundturm und zwei Kirchruinen sind noch zu sehen. Außerdem stehen dort zwei bemerkenswerte Hochkreuze: das Muiredach’s High Cross, wohl das schönste seiner Art, mit gut erhaltenen Darstellungen aus der Bibel. Und das 6,5 m hohe Westkreuz – eines der höchsten Irlands.

Wir warfen einen sehr kurzen Blick auf die Ruinen der Mellifont Abbey und fuhren dann zum Newgrange Besucherzentrum, dem Brú na Bóinne Interpretative Centre. Für 22 Euro buchten wir eine Bustour zu den Ganggräbern Newgrange und Knowth, die 3 Stunden dauern sollte. Mich hat das etwas abgeschreckt, aber es war gut, dass Andi das einfach gekauft hat – es lohnt sich nämlich absolut.

Mit der ersten Busladung wurden wir in Knowth ausgekippt. Wie ein Ufo liegt der riesige grüne Grabhügel in der Landschaft. In praller Sonne erzählte uns der Guide die Geschichte des Ortes und führte uns herum. Anschließend durften wir (entgegen der Angabe in unserem Reiseführer) das Innere der großen Anlage betreten. Auch diese Bauwerke wurden während der Steinzeit ohne Fugenmasse geschaffen und sind bis heute wasserdicht und intakt. Die langen, unterirdischen Gänge und das Wissen, was diese frühen (neolithischen) Baumeister gehabt haben müssen, haben mich sehr beeindruckt. Immerhin war das Rad noch nicht erfunden und Metallwerkzeuge gab es auch noch nicht. Rings um die Grabanlage sind riesige, teils behauene Findlinge aufgereiht.

Der Bus fuhr uns dann erst zurück zum Zentrum und ein weiterer brachte uns nach Newgrange. Das war noch beeindruckender. Wieder gab es eine Einführung in die Fakten und Vermutungen, was diese Anlage angeht. Dann durften wir auch hier ins Innere. Zur Wintersonnenwende treffen die Sonnenstrahlen den Gang und die Grabkammer durch ein Oberlicht über dem Eingang und erhellen so für ca. 15 Minuten das Innere. Allein von der Erzählung dieses Schauspiels (und der Simulation mit künstlichem Licht) bekam ich Gänsehaut. Wir nahmen im Anschluss an einer Verlosung teil, die einer kleinen Gruppe von Menschen erlaubt, an einem dieser Tage dabei zu sein.

Bevor wir uns in der Nähe des Dubliner Flughafens ein Hotel suchen wollten, wollten wir noch nach Kells. Das war aber nicht so einfach. Zum einen gab es eine Umleitung, zum anderen kam mir der Weg an sich schon endlos vor. Nachdem wir es endlich gefunden hatten, hatte ich kein Auge mehr für etwaige Perlen. Wir suchten was zu Essen, was sich wie so oft schwierig gestaltete. Entweder die Läden waren geschlossen, zu teuer oder das Essen war nicht nach unserem Geschmack. Wir fanden einen Inder – gerade so – denn das Schild war zwar gut lesbar, aber der Eingang blieb mir erst verborgen. Hatte ein bisschen was vom Tropfenden Kessel ;-). Im ersten Stock, in einem sehr schlichten, völlig überheizten Raum nahmen wir Platz. Das Essen war ok, der Preis war recht hoch und der Reis kostete extra, alles in allem wirklich kein Highlight.

Am Flughafen mussten wir wieder rumkurven und haben ihn, glaube ich, einmal fast umrundet, bevor wir ein ansprechendes Hotel fanden. Wir checkten im Carlton (120 Euro) ein. Es war ein schönes, recht komfortables Zimmer mit Fernseher, auf dem wir erstmal das ersehnte Rubgy-Spiel ansahen. Dann ging es ans Einpacken. Alles musste wieder in den Rücksäcken verschwinden.

  1. neben diversen anderen Gefühlseindrücken []