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Umzug von flickr zu 23

Dienstag, Juli 31st, 2007

Nach den letzten Vorgängen bei flickr, bin ich nun mit meinen privaten Fotos ebenfalls zu 23 umgezogen, wie Andi es ja schon mit unseren Schablonis getan hatte.

Der Umzug mittels Migratr klappte wunderbar und nun bin ich dabei, die Bildunterschriften etwas ausführlicher zu gestalten. Die Kommentierung und die Tags sind doch teilweise etwas spärlich und uneinheitlich.

Und weil ein Umzug auch etwas Umdekorierung mit sich bringt, habe ich das alte flickr-badge durch ein shiny new 23-badge ersetzt, welches rechts zu sehen ist. Jetzt ist es auch möglich, von hier aus durch die Bilder zu blättern, die bei 23 ein schönes neues Zuhause gefunden haben :-).

Semacode Reader

Sonntag, Juni 24th, 2007

Inspiriert durch Foosel und Andi, hab ich Semacode: “Dies ist ein verschluesselter Text.”mit einigen Programmen zum Auslesen von Semacodes mittels Mobiltelefon rumprobiert. Leider funktionieren sie nicht ganz so befriedigend mit meinem Gerät wie ich mir das wünsche.

Aber erst einmal eine kleine Erläuterung: Diese zweidimensionalen Barcodes, zu denen auch Sema- oder DataMatrix-Codes (oberes Bild) und QR-Codes (unteres Bild) gehören, sind Strichcodes ähnlich denen auf Lebensmittelpackungen. Sie wurden für die Industrie entwickelt und beschleunigen den Arbeitsvorgang durch das Auslesen der Daten per Scanner.

Aktuell besitze ich ein Sony Ericsson W800i, welches eine 2 Megapixel Kamera hat. Die erste QR-Code: “http://www.draussenwelt.de”Empfehlung, der ich gefolgt bin, war Kaywa Reader von Kaywa. Die Installationsweisen sind jeweils herstellerabhängig; waren aber in meinem Fall ganz einfach: entpacken, über USB auf´s Telefon (bei mir in den Ordner MSSEMC/Mediafiles/other), Telefon von PC trennen und installieren. Kleiner Hinweis: Die auf das W800i kopierten Dateien werden erst sichtbar, nachdem das Telefon (ordnungsgemäß ;-)) vom Rechner getrennt wurde.

Nach der Installation erscheint das Programm im Datei-Manager unter Anwendungen (so dieser Ordner ausgewählt wurde) und kann gestartet werden. Die Kamera wird automatisch initialisiert und – nach Bestätigung der Frage mit “Ja” – zum Aufnehmen des Barcodes verwendet. Das funktioniert mit dem Kaywa-Reader prima bis zu einer Barcode-Größe von 3 cm. Alles darunter erkennt er nicht mehr. Die Funktionsweise des Kaywa Readers variiert übrigens auch von Handy zu Handy.

Das zweite Testobjekt war der Semacode Reader me-1.6 von Semacode. Die Empfehlung auf der Webseite, den Reader SDK for Java Phones 1.6 zu nehmen, bezog sich zwar auf das Gerät W800, aber ein fehlendes i sollte mich nicht abhalten, es zu testen. Flux das .zip-File entpackt und das .jar-File auf´s Telefon verfrachtet.

Installation funktionierte wie gehabt, das Menü und die Handhabung ist allerdings etwas seltsam. Die Aufnahme des Bildes erfolgt nicht über das auf der linken Taste belegte “Recruit!”, sondern erst über “Mehr” (rechts) und “Viewfinder”. Dann kann der Code “fotografiert” werden. Semacode erkennt aber leider nur Codes ab einer Größe von 5 cm aufwärts. Also, auch nicht das Wahre.

In Ermangelung weiterer Semacode-Reader für mein Telefon-Modell, habe ich noch einen QR-Reader ausprobiert: J2MEQRCode. Das Menü ist sehr umfangreich und bietet neben der Entschlüsselung in Echtzeit mittels der Kamera auch die Möglichkeit, Dateien im Mobiltelefon zu decodieren, z. B. zuvor gemachte Fotos. Leider funktioniert weder das einen noch das andere. Mit diesem Programm können auf dem Gerät auch QR-Codes erzeugt werden. Das funktioniert – wobei mir der Nutzen eher unklar ist :-)

Wie es aussieht, liegt das Problem mit dem SE W800i darin, dass die Kamera (auf diese kurze Distanz) selten richtig scharf stellt. Nun mag das ausgerechnet bei meinem Gerät defekt sein – schließlich wäre es nicht das erste Mal fehlerhaft; aber falls dem nicht so sein sollte und unter den Lesern jemand ist, bei dem es mit diesem Modell funktioniert, bitte ich um keinen kleinen Bericht, welches Programm verwendet wird.

Hintergrund meiner Wurschtelei ist unser neuer Cache-Log-Aufkleber, den wir uns gebastelt Unser Log-Aufkleberhaben. Dafür haben wir einen Semacode erzeugt, der eine(n) URL enthält. Auf dieser Webseite können uns diejenigen einen Kommentar hinterlassen, die den Semacode entschlüsseln konnten. Caching verkehrt rum sozusagen :-) Mit Andis Nokia 6630 ist der 2 x 2 cm große Code einwandfrei zu lesen – mit meinem nicht :-( Ich hoffe, dass es mit anderen Mobiltelefonen besser funktioniert, damit das ganze auch einen Sinn hat und zu dem gewünschten Ergebnis führt.

Auf dem Aufkleber ist unter unserem Geocaching-Namen noch Platz für Datum und Uhrzeit. Außerdem sind unsere South Park-Avatare abgebildet. Die wurden bei ZiB kreiert. Danke noch mal =) Damit der Semacode hier nicht zu lesen ist und wir auf der Webseite nur ein Einträge von Menschen bekommen, die unsere Cachelogs gelesen haben, hab ich ihn unkenntlich gemacht. Sorry deshalb! Aber fangt doch einfach an zu Geocachen :-D

Gegen Zensur! Against censorship!

Sonntag, Juni 17th, 2007

flickr ist ein (zu Yahoo gehörendes) Online-Foto-Portal, bei dem ich Bilder veröffentliche, die meine Freunde, die Familie zu Hause und – so ich das möchte – der Rest der Welt sehen soll. Es ist eine tolle Webseite mit tollen technischen Möglichkeiten. Sie ist auch toll, weil ich dort lange durch die Bilder surfen und dabei abschalten kann.

Seit kurzem ist es jetzt aber so, dass für Nutzer aus Deutschland, China, Singapur, Hong Kong Think, flickr, think!und Korea der Zugriff auf Bilder mittels eines Filters beschränkt ist. Meldet sich jemand aus diesen Ländern mit seiner (inländischen) Yahoo-ID, die unterdessen für alle flickr-accounts nötig ist, an, bekommt er nur noch Fotos zu sehen, die als “unbedenklich” eingestuft werden. Und das, um den örtlichen gesetzlichen Bestimmungen (des Jugendschutzes) zu genügen.

Nichts gegen Jugendschutz! Ich habe selbst einen kleinen Bruder, den ich vor Dingen, die nicht seinem Alter angemessen sind, beschützen möchte! Aber hallo?! In “jeder” Werbung sind Brüste, es gab schon Brüste in der Werbung als ich noch klein war; in der Bravo sind regelmäßig Brüste zu sehen und jeder, der in einem einigermaßen normalen Elternhaus groß geworden ist, hat seine Eltern nackt gesehen! Zum Glück, wie ich meine. Aber es geht hier natürlich nicht nur um Brüste.

So lange diese bei flickr veröffentlichten Bilder in einem enger oder weiter gefassten künstlerischem Rahmen bleiben, rechtfertigt absolut nichts diese Zensur. Und ich habe noch keine Bilder dort gesehen (und ich habe danach gesucht!), die ich in diesen Rahmen nicht einordnen würde. Das ist aber auch nicht der Punkt. Und es liegt ohnehin im Auge des Betrachters, was ästhetisch und was pornografisch ist. Auf pornografische oder menschenverachtende Bilder treffe ich im Netz überall – sie nicht anzusehen, ist fast unmöglich. Jeder kommt daran. Auch Kinder – die das Internet teilweise besser bedienen können als ihre Eltern.

flickr ist nun aber – im Gegensatz zu diversen anderen Plattformen – gar nicht dafür angelegt, pornografische oder in anderer Weise (jugend)gefährdende Bilder zu verbreiten. Trotzdem wird es zensiert. Erwachsenen (mir) werden vom Dienstanbieter – nicht etwa vom Fotografen – Bilder vorenthalten, die ich gern sehen möchte; die der Fotograf gerne zeigen möchte. Die Plattform lebt doch von den Fotografen und den Menschen, die die Bilder angucken und kommentieren. flickr lebt doch erst durch die Diskussionen und Kommentare zu den Bildern!

Um noch mal zu dem Maßstab zu kommen, mit dem hier gemessen wird: Ich – und die Kinder, die ggf. mit am “Abendbrottisch” sitzen – muss mir zu den 20:00 Uhr-Nachrichten seit einiger Zeit Leichen ansehen. Wer “beschützt” uns davor? Wer nun argumentiert, dass der Tod nun mal zum Leben gehört und dass die Welt nun mal so (grausam) ist, dem muss ich dieses Argument wieder vorhalten: Zum Leben gehört auch Nacktheit und Sexualität und Brüste und Popos. Aber – und da stimme ich dem zu: keine frauen- oder menschenverachtenden Bilder und auch keine Leichen von in Kriegsgebieten ermordeten Menschen und Kindern!

Und in welche Riege von Ländern wird Deutschland da eingereiht?? China? Singapur? Bislang war ich der Meinung, dass sich Deutschland in puncto Meinungs- und Pressefreiheit, Achtung der Grundrechte etc. doch um einiges von China (und den anderen aufgeführten Staaten) unterscheidet. Aber ist das noch so? Speicherung biometrischer Daten, Überwachung, Bundestrojaner, Zensur… alles ein Brei.

Dieses Thema wird natürlich auch ausführlich an anderen Stellen erörtert. Hier ein paar Links:
- Flickr nervt die User bei plOg (dt. mit Erklärungen)
- Keine Zensur-Diskussion bei flickr (dt.)
- Censorship 2.0 bei splitbrain (en.)
- The silly 24 hours of flickr auf alltagskakophonie (dt. mit Erklärungen)
- Ärger um neue Flickr-Filter bei Heise (dt.)

Wenn Du, mein Leser, dich auch gegen diese Zensur aussprechen möchtest, kopiere und verbreite das Bild. Hintergründe und Infos findest du unter den Links und bei atomtigerzoo, vom dem das obrige Bild stammt. Vielen Dank dafür.