11Jul

Terraria

Andi hat mir ein Spiel geschenkt. Terraria. Was fatale Folgen hat. Nämlich, dass ich jede freie Minute “Steine klopfe” :-D Und das ist soooo toll.

Zuerst musste ich mal Steam installieren und dann das Spiel dazu. Mit einer kleinen Figur kann es dann los gehen. Man gräbt sich mit einer Picke durch die Erde, sammelt verschiedene Gesteine, Erze und Schätze und kämpft gelegentlich – vor allem nachts – gegen Monster. Mit den Steinen baut man sich ein Haus, eigentlich erstmal einen Raum mit vier Wänden. Ein wenig später noch weitere Räume, damit Leute einziehen können. Nach und nach kommen nämlich ein Guide, ein Merchant, eine Nurse u. s. w. dazu, die bei einem einziehen, wenn man die richtige Umgebung schafft.

Und dann erkundet man die Gegend, über- und unterirdisch und findet tolle Sachen. Aus den Tollen Sachen kann man dann mit Hilfe einer wachsenden Werkstatt andere, noch tollere Sachen bauen. Mit denen zieht man wieder loszieht, um noch besseres, wertvolleres Gestein abzubauen und größere Monster zu killen. Hat alles, was ein Spiel braucht: Haus bauen, mit Männchen rumlaufen, Monster töten, Sachen sammeln. Klasse! Und es macht soo süchtig! :-D

Hilfe gibt’s auch. Ein Terraria-Wiki und diverse YouTube-Videos auf Deutsch und Englisch.

Mein Anwesen

Mein Anwesen

10Jul

Spanien Tag 11: Toledo

19.05. (Do.)
Es regnete die Nacht durch und wir beschlossen, die Burg und die Windmühlen nicht mehr genauer als am Vortrag zu besichtigen. Stattdessen fuhren wir nach Toledo, wo wir auf Anhieb einen geräumigen Parkplatz fanden, auf dem schon andere Wohnmobile standen. Der Regen hatte zum Glück wieder aufgehört. Wir machten uns auf in die Altstadt. Irgendwie sieht Toledo anders aus als die Städte, die wir zuvor gesehen hatten. Vielleicht durch die vielen Backsteinhäuser. Auch die Touristen-Läden schienen dezenter zu sein. Hat mir gut gefallen.

Natürlich besichtigten wir auch die Kathedrale (7 € p. P.) von Toledo. Seltsam eigentlich, dass man Kirche um Kirche anguckt und immer wieder Fotos macht, die man (ich zumindest) nachher nicht mehr auseinander halten kann. Apropos Fotos: die mussten hier heimlich gemacht werden, was keinem der Besucher so richtig gut gelang ;-). Das Faszinierende an Kirchen ist für mich weniger der ganze Tand, den die so sammeln, als vielmehr die Architektur. Nicht, dass ich mich auskennen würde. Aber bei steinernen Kirchen mit sehr hohen Decken bin ich noch beeindruckter (dass es hält), als bei gläsernen Wolkenkratzern. Trotz dem die Bauweise gleichermaßen faszinierend ist. Außerdem möchte ich in so einer großen Kathedrale oder auch in einer alten Klosteranlage mal Mäuschen spielen und in alle Kämmerchen gucken.

Wir kamen über die Plaza de Zocodover und vorbei an verschiedenen Bauwerken, bei denen der maurische Einfluss noch deutlich erkennbar war. Die ehemalige Synagoge Santa Maria la Blanca konnten wir nicht finden, so dass uns leider die Mudéjar-Bögen entgingen. Über die steinerne Brücke mit Blick auf die Alcázar verließen wir die Stadt wieder.

In Uclés, das über die beschissenste Straße überhaupt zu erreichen war, wollten wir ein Kloster besuchen. Endlich angekommen stellten wir fest, dass das Kloster zur Zeit gar nicht zugänglich ist. Gnarf. Blöden Weg wieder zurück und bis Cuenca geschüsselt. Dort auf dem Campingplatz (23 €) eingecheckt. Am Abend hörten wir einen Podcast über die Englische Sprache des CBC. Sehr cool.

29Jun

Spanien Tag 10: Medina Azahara, Adler, Windmühlen

18.05. (Mi.)
Wir saßen beim Frühstück vor unserem Rollewagen, als der erste Bus kam und alte Leute auskippte. Die marschierten aber straight los in den Park. Der zweite Bus folgte kurz darauf und entließ eine Horde Jugendlicher. Das wurde dann doch etwas ungemütlich und wir machten uns auf zur Medina Azahara, einer zerstörten Palaststadt in Sichtweite zu Córdoba. Im Besucherzentrum informierte ein Film über die einst prunkvollen Anlage und im Museum sind einige Funde ausgestellt.

Mit dem Bus wird man zu der Ausgrabungsstätte gebracht. Das Gelände, das u. a. eine Moschee, einen Palast und eine Parkanlage umfasste, ist vergleichbar mit dem Forum Romanum: ein Haufen alter Steine. Ohne den Film und die Simulationen, wie es einmal ausgesehen haben muss, wäre es (mir) unmöglich, in den Ruinen irgendwas Prachtvolles zu erkennen. Mir fiel es doch einiges schwerer als in Ostia Antica oder im Forum Romanum, mir die Bauwerke vorzustellen. Vielleicht auch, weil man so wenig vertraut ist mit der arabischen Bauweise, während man die römische “an allen Ecken” findet. Der Bau der Stadt hat 10 Jahre gedauert und nur 80 Jahre bestand sie überhaupt, bevor sie überfallen und aufgegeben wurde.

Es war unfassbar heiß an diesem Tag und der Sturm, der sich kurz ankündigte bevor wir in den Bus stiegen, brachte weder übermäßig Regen noch Abkühlung. Wir machten uns wieder auf den Weg. Diesmal um Don Quichottes Windmühlen anzugucken. Auf unserer Fahrt durch die Berge sahen wir plötzlich riesige Greifvögel. Zum Glück war sonst niemand auf der Straße, so dass ich über die Gegenfahrbahn wenden konnte. Wir fanden einen kleinen Abzweig auf eine Schotterstraße und flitzen schnell zum Hang, von wo man einen guten Blick über das Tal und die Berge hatte, wo wir zuvor die Vögel gesehen hatten. Und tatsächlich! Das mussten Adler sein! Zumindest hoffen wir, das Glück zu haben, denn es gibt nur noch um die 100 Paare in Spanien. Sie wiesen auch nicht so einen hellen Kragen auf wie die Geier, die wir später noch zuhauf sehen sollten.

Insgesamt sahen wir vier Tiere, aber zwei (kleinere?) blieben immer in weiter Ferne, während die anderen beiden über uns ihre Kreise zogen. Sie waren zwar immer noch weit entfernt, aber durch’s Fernglas konnte man sie recht gut sehen. Man konnte erkennen wie sie den Kopf drehten und die Gegend “scannten”. Das war wirklich beeindruckend und ein tolles Erlebnis! Ich konnte mich gar nicht trennen und hätte noch den ganzen Abend dort sitzen und Ausschau halten können.

Schweren Herzens verließen wir die majestätischen Vögel und fuhren weiter – in den Regen. In Consuegra blieben wir auf einem kleinen Rastplatz unterhalb der Burg stehen. Unter der Überdachung eines Grillplatzes suchte eine Gruppe älterer Frauen Schutz vor dem Regen. Sie sangen bis ein Wagen sie nach und nach alle abgeholte hatte. Als der Regen nachgelassen hatte, marschierten wir noch den Hügel hinauf zu der Burg und den Windmühlen. Zwei weitere Wohnmobile gesellten sich zu uns während wir unseren Videoabend abhielten und “My neighbor Totoro” gucken. Zauberhafter Film!