Archive for the ‘Fernsehweiterbildung’ Category

Werbung III

Donnerstag, April 26th, 2007

Dieser Beitrag ist jetzt schon so lange in der Queue, das es Zeit wird, ihn endlich mal fertigzustellen. Aus den geplant monatlich erscheinenden Werbungsbewertungen werden also in Zukunft eher unregelmäßige ;-)

Mein absoluter Favorit dieser Tage ist die Werbung mit den Rockern. “Dicker, guck mal, du hast da ´ne Falte in der Markise. Wie sieht denn das aus?” “Oh, danke, Bernie!” Die ist einfach nur klasse!

Akustisches Highlight ist die Musik eines Herrendufts. Der Spot ist klar und schlicht, ohne Schnörkel, aber sehr ansprechend – für mich eben vor allem die Musik.

Auch schön finde ich auch die Werbung eines Mobilfunkanbieters, in der ein süßer Kerl mit einer tollen Stimme den Menschen einen schönen Tag wünscht. Sie verursacht nicht direkt Gänsehaut, macht aber ein wohliges Gefühl, finde ich.

In der Kategorie “alt, aber gut” findet sich ein Spot, der vor ein paar Jahren (?) schon mal lief. Zwei Männer auf Entenjagd locken sich mit ihren Entenstimmen gegenseitig an und scheuchen dann das Geflügel ihrer Begierde mit einem Schokoriegel auf.

“Wegzapper” des Monats ist wieder mal der Mobilfunknetzbetreiber, den ich schon einmal gekürt hatte. Diesmal ist es allerdings die “Tussen”-Variante, die fast noch schlimmer ist als die mit den beiden Typen. Was sag ich? Sie ist schlimmer!! Dumm, peinlich und zum Reinschlagen! So! Damit das mal gesagt ist ;-)

Werbung II

Freitag, Februar 9th, 2007

Den Preis für die Fernsehwerbung des Monats gewinnt im Januar (ja, ich weiß, ich bin spät dran) der fahrbare Untersatz, der sich in einen Wolf, eine Spinne, ein Krokodil und eine Schlage verwandeln kann. Sehr geil! Die Kreaturen sind klasse und die Geräusche auch.

Des Weiteren finde ich die Spots einer gelb-blauen Supermarkt-Kette lustig, die in verschiedenen Varianten schon eine ganze Weile laufen. Wobei ich selten in einem Markt dieser Kette war, in dem es wirklich so aussieht wie in der Werbung. Zwei löbliche Ausnahmen sind das große Center zwischen Oldau und Winsen und der kleinere Laden in Ovelgönne bei mir to Hus.

Preise gibt es auch für die Sprüche “Gehen Sie uns ins Netz” und “Surfen war gestern, ab jetzt wird im Netz gesegelt”.

Das Austeilen von “verbalen Ohrfeigen” bezüglich Fernsehwerbung überlasse ich heute Stefan von hirnrinde, dem ich mich voll und ganz anschließe. Eine ergänzende Frage hätte ich dann aber doch noch: Seit wann werden in der Werbung eigentlich keine süßen Kinder mehr gezeigt??

Werbung

Dienstag, Dezember 12th, 2006

Am Wochenende kam das Thema Fernsehwerbung auf, und zwar weil jemand nach… ich mag es kaum schreiben… der “german Kleinigkeit” verlangte. Ich hasse diese Worte, diese Frau, diese zu Anführungszeichen verbogenen Finger, die ganze Werbung mit ihrer weichgespülten Hirnfreiheit. Es gibt kaum eine schlimmere Werbung zur Zeit. Zwei Konkurrenten würden mir dann spontan doch noch einfallen. Auf Platz 2 kommt Puddingwerbung mit singenden Kindern. Die müssen sich den ersten Platz fast teilen mit den kleinen weißen Kullern, die ich an sich sehr lecker finde. Auf Platz 3 platzieren sich schmierige Schnösel-Söhne mit Mobilfunknetz-Problemen *schüttel*

Ein Großteil der Werbung geht einfach unter in dem Brei, ist unspektakulär und bleibt nicht so haften in der Erinnerung. Leider ist es vermutlich so, dass die Werbeagenturen auch mit grausiger Werbung ihr Ziel erreichen. Nämlich, dass sich die kaufsüchtige Hausfrau erinnert. Die Frage ist, ob ich ein Produkt – quasi aus Protest – nicht kaufe, wenn ich mich über die beschissene Werbung aufregen muss?! Ganz schlimm und völlig überflüssig finde ich das Hausfrauen-Image, welches offenbar nicht tot zu kriegen ist. Es ist völlig abgegessen und ich kann keine Hausfrauen, ihre Meinung über Männer im Haushalt oder ihre Probleme mit (Kalk-)flecken an allem Möglichen mehr sehen.

Der Gipfel dieser Pseudo-Hausfrauen-Möchtegern-Emanzen-Liga waren die Tussen von der Reinigungsmittelwerbung mit den pink-farbenen Produkten, die in der Fußgängerzone anderen, zu stoischer Ruhe neigenden, Passantinnen irgendwas auf die Bluse schmierten. Und den Vogel schießt die Anführerin dieser Schnepfen ab, die uns das Bild einer toughen Frau mit Durchsetzungsvermögen vermitteln soll und die uns ein schlichtes, weißes T-Shirt als ihr Lieblingsshirt verkaufen will. Für wie bescheuert halten die uns eigentlich? Gut, dass dieser Spot nicht mehr läuft. Es war schon so weit gekommen, dass ich die Werbung oder wenigstens den Ton ausschalten musste, wo ich doch sonst den Film zwischen den Werbungen wegzappe ;-)

Und wo ich gerade beim Austeilen bin… *gg* Was glauben denn die Marketingfuzzies, welchen Eindruck eine “Zahnarztfrau” bei den (weiblichen) Zuschauern hinterlässt? Was ist das denn für ein Prädikat? Nichts gegen die Frauen von Zahnärzten oder die Zahnarzthelferinnen! Zumindest für letztere bin ich dankbar und finde meine sehr nett. Und es ist sicher auch kein Zeichen mangelnden Selbstwertgefühls, aber das Bild einer ihrem Mann “unterlegenen” oder “untergebenen” Frau, die stolz sagt, sie sei Zahnarztfrau, ist völlig daneben. Auch wenn das durchaus vorkommt im wirklichen Leben. Ich bin auch beeindruckt von dem, was Andi so bastelt und bin stolz auf ihn, aber deshalb definiere ich mich doch nicht über den Status meines Mannes!

Um diesen Beitrag nun mit etwas Positivem abzuschließen, seien noch Spots erwähnt, die mir gut gefallen. Da wäre zum Ersten ein tanzendes Auto. Die Idee ist cool und die Musik ist klasse. (Von wem ist die eigentlich?) Der erste Spot gefällt mir noch besser als der zweite, in dem das Auto Schlittschuh läuft, aber gut sind beide. Dann hat mir gut gefallen der erste Teil der Joghurt-Werbung, wo Mijooonen von Früchten im Mixer landen. Leider haben sie genau diese Textpassage später raus genommen und die Nachfolgewerbung reicht da nicht ganz ran. Schlicht und doch schön ist die letzte gute, die mir gerade einfällt: die mit dem Wägelchen, dem Knöllchen und dem Becherchen.

Für diesen Eintrag habe ich extra eine neue Kategorie erschaffen: Fernsehweiterbildung. Ebenfalls ein tolles neues Wort meiner lieben Kollegin, welches ich in meinen Wortschatz aufgenommen habe :-)

Update

Es sind übrigens keineswegs Hausfrauen und -männer als Personen gemeint, sondern ausschließlich das vermittelte Bild in der Werbung! Ihr macht einen tollen Job! Das wollte ich nur noch mal klarstellen! ;-)
14.21 Uhr