twitter

Oder: Wie halte ich Kontakt mit der Draußenwelt?

Tja, bis vor zwei Wochen lief das folgendermaßen ab: Am Wochenende mache ich mich morgens per Autopilot auf dem Weg ins Badezimmer und schalte im Vorbeifahren das Laptop ein1. Unter der Woche erfolgte dies nahezu umgehend nach Erreichen des Arbeitsplatzes. Miranda wurde gestartet und zusammen mit Firefox und Thunderbird hatte ich das Internet und alle Leute, die ich brauche, vor mir.

twitter habe ich eher sporadisch und überwiegend nur lesend verfolgt. Die Nachrichten-Updates bekomme ich auf den IM. Nach wie vor reizt mich twitter nicht soo sehr. Die meisten Dinge, die ich zu sagen habe, richten sich an bestimmte Personen und manche sollten auch nur genau diese Personen erreichen ;-). Aber etwas Entscheidendes hat sich verändert:

Ich habe bei der Arbeit kein “freies” Internet mehr. Es gibt zwar haufenweise Rechner mit Internetanschluss und an einem davon sitze ich vorübergehend bis ich mein eigenes Laptop und meinen eigenen PC bekomme2, aber… dat taucht nich. Viele Webseiten sind gesperrt und das Installieren von Software ist3 verboten. Und so sitze ich jetzt quasi auf dem Trockenen und fühle mich ziemlich abgeschnitten von der Welt. Keine Kontakte, keine Informationen und irgendwie auch keine “Sicherheit”. Letzteres ist vielleicht etwas übertrieben, aber eigentlich trifft es das auch ganz gut. Es ist das fehlende Gefühl der Sicherheit, dass jemand da ist – und zwar im Sinne von “sofort erreichbar” -, mit dem ich mich fix austauschen und auf den ich mich verlassen kann.

Aber es geht noch schlimmer: Auf ausnahmslos allen Rechnern ist nur der Internet Explorer installiert – und zwar in Steinzeit-Versionen. Es gibt Office 97, Adobe Reader 5.0 und andere Gruseligkeiten. Ganz zu schweigen vom Fehlen eines vernünftigen Dateimanagers! Ich bin nicht nur von der Welt abgeschnitten, sondern muss mich auch noch mich grottiger uralt-Software rumschlagen, die einem die Arbeit so gerade mal überhaupt nicht erleichtert… *heul*

So, und jetzt kommt die Kurve zum Thema des Beitrags. Seit diesen zwei Wochen zwangsläufiger Abstinenz von allem, was mich elektronisch am Leben hält ;-), bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, trotz beschnittenen Internetzugangs und ohne die gewünschte komfortable Hard- und Software, mit der Draußenwelt in Kontakt zu bleiben. Jetzt habe ich zum Glück ein “internetfähiges” Telefon gekauft, was mich der Internet-Gemeinde wieder ein hutzeliges Stück näher bringt – und zwar über twitter.

ceTwit auf dem XdaIch habe ceTwit auf dem Mobiltelefon, über das ich kurz mitteilen kann, was ich gerade mache und schnell überfliege, was meine Twitter-Kontakte4 so treiben. Das ist ja immerhin schon mal ein Anfang – und so hat sich, zumindest zu Arbeitszeiten, mein Verhältnis zu twitter etwas verändert. Andi auf diese Weise schnell um Rat zu fragen oder eine kurze Unterhaltung unter vier Augen zu führen5, ist natürlich nicht wirklich gut möglich.

Dass ich mit einem IM-Client auf dem (Arbeits-)Computer nicht stundenlang Privatgespräche führe, sondern es auch als Mittel zur Kommunikation über fachliche Dinge und zur schnellen Problemlösung dient, ist einem Nicht-Geek6 nicht begreiflich zu machen. Da stößt man nur auf völliges Unverständnis und läuft Gefahr, als völlig gestört zu gelten. Die Zeit, die manch andere7 mit “Schwätzchen auf dem Flur”8 verdaddeln ist garantiert länger als die, die ich im Gespräch mit IM-Kontakten verbringe. Ohnehin ist es mir ziemlich unverständlich, dass das im Geschäftsleben so verteufelt ist und verboten wird9. Ich finde, dass die Kommunikation über Internet die Arbeit eher erleichtert und oft schneller zum Ziel führt.

Aber ich schweife schon wieder ab. Was mir jetzt noch fehlt, ist eine Art IM-Client für das Telefon und ich werde die Tage mal gucken, was es da so gibt. Falls also jemand eine Idee dazu hat oder vor derselben Problematik steht, würde ich gern davon erfahren :-).

  1. Das ist unverändert ;-) []
  2. und hoffentlich auch meinen eigenen Schreibtisch!! []
  3. wie üblicher – und im Grunde ja auch sinnvoller – Weise []
  4. vier an der Zahl []
  5. und sei es über technische Fragen []
  6. gibt es eigentlich ein Wort für die Stinos ohne Internet-Affinität? []
  7. hier sind ausdrücklich NICHT meine Kollegen gemeint, sondern ein beliebiger Angestellter!! []
  8. oder beim Rauchen []
  9. Ok, sicher gibt es Leute, die das ausnutzen würden, aber die “stempeln” auch nicht, wenn sie zur Raucherpause gehen ;-P []

2 Kommentare to “twitter”

  1. Die 142 beliebtesten Twitter Clients schreibt:

    […] ceTwit […]

  2. Kaddi und das Leben in der Draussenwelt » Blog Archive » twitter - Die Fortsetzung schreibt:

    […] ich doch glatt versäumt, zu erklären, was twitter überhaupt ist. Kann ich ja nicht einfach davon ausgehen, dass das jeder […]

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